head weltjugendtag madrid 2011

BDKJ Diözesanverband Augsburg in Madrid

Auch die Jugendverbände der Diözese Augsburg zeigten Flagge auf dem Weltjugendtag in Madrid und waren begeistert von der eindrucksvollen Atmosphäre. Wir danken allen Helfern, die uns diese unvergesslichen Tage ermöglicht haben.

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Abwesend: [wjtblog] BDKJ/BJA Gruppe Augsburg auf Ibiza - Resümee: Eine Glaubenserfahrung der Superlative

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich bin am 6. September wieder im Büro und werde mich dann umgehend bei Ihnen melden.

Ihr Anliegen lässt sich nicht aufschieben? Dann wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat. Dort helfen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen gerne weiter.

Die E-Mail-Adresse lautet: info@bdkj-paderborn.de

Freundliche Grüße

Dirk Lankowski

Bund der Deutschen Katholischen Jugend

Diözesanverband Paderborn

Am Busdorf 7
33098 Paderborn

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fax 05251 . 2888 401

BDKJ/BJA Gruppe Augsburg auf Ibiza - Resümee: Eine Glaubenserfahrung der Superlative

Müde aber voller Vorfreude den Papst zu begrüßen, trafen wir in Madrid ein. Gänsehautstimmung machte sich breit, als der Papst das erste Mal durch die Straßen von Madrid fuhr und einen Tag später den Kreuzweg feierte. Doch die Vigilfeier unter freiem Himmel und der darauffolgende Abschlussgottesdienst auf dem Flughafenfeld bildeten den krönenden Abschluss der unvergesslichen Glaubenserfahrung in Madrid. Trotz schweißtreibender 40 Grad in der prallen Sonne fieberten wir der Ankunft des Papstes auf dem Flughafenfeld entgegen. Und auch der mitternächtliche Regenguss minderte die atemberaubende Stimmung in keinster Weise – ganz im Gegenteil. 1,5 Millionen Jugendliche waren begeistert. Der Weltjugendtag hat mir eines vor Augen geführt: „Die Kirche lebt – viva el papa“.

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BDKJ-Diözesanverband Köln zieht WJT-Fazit

Madrid (21.08.2011) Der BDKJ in der Erzdiözese Köln zieht ein geteiltes Resümee anlässlich des heute beendeten Weltjugendtages (WJT) in Madrid. "Dass es für unsere Jugendlichen nicht möglich war, die Vigil mitzufeiern, weil weder Ton noch Bild der Großleinwände funktionierten, gehört nur zu einer Reihe von organisatorischen Mängeln, die unseren PilgerInnen zu schaffen machten", bemerkt Sarah Primus, BDKJ-Diözesanvorsitzende. Schwerer wog da noch die fehlende Jugendbegegnung in Barcelona, der Ausfall der Wasserversorgung bei Temperaturen von annähernd 40 Grad oder die fehlende Möglichkeit, die Hl. Kommunion bei der Abschlussmesse mit dem Papst zu empfangen. "Für viele bleibt sicher der Zusammenhalt in der Kölner Pilgergruppe sowie die Begegnung mit den Bischöfen bei den deutschsprachigen Katechesen als ein bleibendes Erlebnis", meint der BDKJ-Diözesanpräses Pfr. Dirk Bingener. Am Ende dieses WJT kann jedoch nicht gelten "Ende gut, alles gut!" so Bingener. "Vielmehr gilt es, die Jugendlichen und deren geistliches und körperliches Wohl neu in den Mittelpunkt der Bemühungen zu stellen."
Sarah Primus, BDKJ-Diözesanvorsitzende Köln
Pfr. Dirk Bingener, BDKJ-Diözesanpräses Köln

Papst, Pilger und Bischöfe - vom Winde verweht

So, jetzt bin ich wieder glücklich in meinem Hotel gelandet. Das waren sehr berührende Momente gestern Abend und heute Morgen bei Vigil und Abschlussmesse in Madrid. Über eine Millionen Menschen aus so vielen Nationen, alle versammelt zu Andacht, Gesang und Gebet! Bei der Eucharistischen Anbetung war es mucksmäuschenstill auf dem Feld. Das war sehr beeindruckend. Und es war eine schöne und würdige Abschlussmesse, wobei der Gottesdienst jugendgemäßer hätte sein können. Das fand ich – und wahrscheinlich auch viele Jugendliche – ein wenig schade. Es gab auch ein paar unliebsame Überraschungen: Gestern Nacht fing es plötzlich an zu stürmen und zu regnen, und das Abendgebet musste kurzzeitig unterbrochen werden. Auch der Papst ging für 20 Minuten unter einem Schirm in Deckung. Einen Schirm hatte ich nicht, mein Mitbruder Bischof Felix Genn aus Münster dafür schon, aber dessen Schirm hat uns eher nass gemacht als trocken, weil es so windig war…. Heute Morgen gab es dann strahlenden Sonnenschein, von den nächtlichen Strapazen keine Spur mehr. Dabei haben, wie ich höre, einige Pilger wirklich zu kämpfen gehabt, es gab nachmittags zeitweise auf dem Feld nicht genug zu trinken, und durch den Sturm sind auch sechs Pilger leicht verletzt worden. Das tut mir sehr leid, und ich hoffe, es sind alle auf dem Weg der Besserung und können bald gesund den Heimweg antreten! Ich werde morgen wieder nach München fliegen. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder, in Bayern, beim Papstbesuch in Deutschland im September – oder vielleicht auch in Rio de Janeiro beim nächsten Weltjugendtag im Jahr 2013. Euch allen bis dahin eine gute Zeit und Gottes Segen!

 

Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, Leiter der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz

Bilder vom Weltjugendtag 2011

Das sind Bilder von Markus Etscheid-Stams (afj), Michel Kreuzfelder (BDKJ) und Dirk Tänzler (BDKJ)

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Weltjugendtag begeistert! - Deutsche Bischöfe und BDKJ ziehen positive Bilanz des Weltjugendtages in Madrid

Als „begeisterndes Glaubensfest“ resümieren die Deutsche Bischofskonferenz und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) den heute in Madrid zu Ende gegangenen Weltjugendtag. „Die Jugendlichen haben sich intensiv mit Gott beschäftigt. Gleichzeitig beeindruckt ihr Spaß am Glauben“, sagte Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, kommissarischer Leiter der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, nach dem Abschluss­gottesdienst. „Und sie sind auf der Suche nach einer gerechteren Welt. Ihre weltweite Solidarität ist gestärkt worden“, so der Jugendbischof. Papst Benedikt XVI. sei „für die Jugendlichen eine herausragende Persönlichkeit, der für die weltumspannende Kirche steht. Sie schätzen ihn in seiner Echtheit und bescheidenen Art“. 

Am Weltjugendtag nahmen insgesamt 16.500 deutsche Jugendliche und junge Erwachsene sowie 20 Bischöfe aus Deutschland teil. Den Abschluss­gottesdienst feierten über eine Million Menschen. Weihbischof Haßlberger würdigte die Ausdauer der Jugendlichen, die bereits am Vorabend bei der Vigil bei großer Hitze und anschließendem Gewitter auf dem Feld ausgehalten hatten. Er bedauerte, dass einige Personen verletzt worden waren.

„Es war eine Glaubensparty, die Jugendlichen Kraft gibt, in der Schule oder im Freundeskreis zu ihrem Glauben zu stehen“, resümiert BDKJ-Bundespräses Pfarrer Simon Rapp. Beim Weltjugendtag hätten die Jugendlichen spüren können, „dass sie zum größten Global Player der Welt gehören“. Vor allem aus den Katechesen mit den deutschen Bischöfen hätten die Jugendlichen etwas für ihr Leben mitnehmen können, so Rapp. Für den geschäftsführenden Referenten der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofs­konferenz, Markus Etscheid-Stams, ist der Weltjugendtag eine „Tankstelle für den Glauben“. Er zeige, dass „Jugendliche auf der Suche nach religiöser Orientierung sind“. 

Vorbildcharakter für deutsche Dialoginitiative 
 Gebet und Beziehung zu Gott standen wieder im Mittelpunkt. „Gleichzeitig habe ich bei einem Weltjugendtag noch nie so viele politischen und sozialen Bezüge erlebt“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. „Etwa beim Kreuzweg ist klar geworden, wie aktuell die Sorgen der Welt mit der christlichen Botschaft verbunden sind. In einem Land voller Spannungen hat Papst Benedikt klar gemacht, dass Jugendliche aus dem Glauben heraus für weltweite Gerechtigkeit und Frieden eintreten sollen“, so Tänzler. 

Bei den Katechesen kamen Jugendliche und Bischöfe ins Gespräch. Dabei haben sie neben Glaubensthemen auch Fragen zur Zukunft der Kirche angesprochen. Weihbischof Haßlberger sieht darin einen Vorbildcharakter für die Dialoginitiative der Kirche in Deutschland: „Wir müssen uns den kritischen Fragen offen stellen. Außerdem gehört die gegenseitige Wertschätzung dazu. Das Gespräch darf nicht von oben herab stattfinden. So funktioniert Dialog nicht, weder bei jungen Leuten noch bei Erwachsenen.“ Auch deshalb sei es wichtig, Jugendlichen in den deutschen Gemeinden eine Stimme zu geben. 

Vorfreude auf Rio und den Papstbesuch
Als wichtig bewerten Bischöfe und BDKJ die „Tage der Begegnung“, bei denen die Pilger im Vorfeld des Weltjugendtags in den spanischen Diözesen zu Gast waren. „Dort erleben Jugendliche nicht nur Gastfreundschaft, sondern vor allem eine andere Kultur. Damit die Erfahrungen nachhaltig wirken, führen wir etwa die Kampagne ‚Restlos Leben’ auch nach Madrid weiter“, betont Etscheid-Stams von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz. 

Der nächste Weltjugendtag findet 2013 in Rio de Janeiro statt. „Gerade angesichts der sozialen und politischen Lage in Brasilien sollte dieser Weltjugendtag besonders die soziale Dimension unseres Glaubens herausstellen“, so BDKJ-Bundespräses Rapp. Auf ein Wiedersehen mit Papst Benedikt XVI. müssen die deutschen Jugendlichen nicht zwei Jahre lang warten. Sie können ihn bereits am 24. September treffen – bei der Jugendvigil in Freiburg.

Freunde des Wortes - Erzbistum Paderborn - 20.08.2011

…Impressionen am Samstag…

„Ist das live?“ fragt mich Reka ganz erstaunt? Wir stehen auf dem großen Flugplatz „Cuatro vientros“ und sind ca. 10 Kilometer heute durch die glühende Sonne gelaufen. Es hatte sehr fest geregnet und wir waren teils bis auf die Haut nass geworden. Wieder neu setzt vorn auf der großen - weit über die Menschenmenge der vielen Jugendlichen leuchtenden – Bühne die Musik ein und Papst Benedikt ist dabei. Ich frage etwas erstaunt nach? „Ja, ich meine, bin ich hier wirklich mit so vielen Jugendlichen aus der ganzen Welt versammelt und der Papst ist dabei?“ Ich strahle sie an und sage ihr: „Ja, Reka, das ist live! Und das ist Kirche!“ Sie strahlt und ich spüre in diesen Augenblicken die tiefe Freude im Herzen dieses jungen Menschen.
Leicht war es nicht gewesen, hier in Cuatro Vientros anzukommen. Von der Metro-Station „Principe Pio sollte ein schattiger Weg durch Parkanlagen die Jugendlichen der Welt zum Flughafen leiten. Aus Sydney und den vorausgehenden WJT hatten wir an eine Wegstrecke gedacht, die gesäumt sein würde von Wasserarsenalen und Wegmarken, von Freiwilligen, die die jungen Pilger anfeuerten und von Rastplätzen… Aber von all dem war nichts zu finden gewesen. Mit Mühe hatten wir – wie viele andere Pilger auch – den Weg uns suchen müssen mit Hilfe des Stadtplanes, der die Wegstrecke nicht ganz zeigte… Und dann auf Schritt und Tritt die stechende Sonne, von Schatten zu Schatten laufend. Aber wir waren angekommen. In D7 sollte unser Platz für die Vigil und die Nacht sein. Aber als wir ankamen, war dort schon kein Platz mehr. Im Gegenteil, wir wurden ins Ungewisse hinein entlassen. Die vielen Freiwilligen, die so viel Kraft und Zeit und Liebe investiert hatten, schienen mit der Si
tuation dann und wann überfordert zu sein. Aber dennoch: Wir fanden ‚unseren Platz‘ dann in E8. Die Sonne brannte den ganzen Nachmittag erbarmungslos auf uns nieder – und das auf einem großen Flugplatzfeld ohne Schatten. Mit großer Kreativität hatten sich die Jugendlichen Sonnenschutze gebaut. Bei der Suche nach den Mitgliedern unserer Gruppe galt es nun unter Regenschirmen und Kartons nachzuschauen, ob jeder einzelne mit der Hitze noch fertig wurde. Auch das war gelungen. Wir hatten die Verpflegungstüten für den Tag und den nächsten Morgen geholt und staunten erneut, wie großartig dieser Teil des WJT den Organisatoren gelungen war. Ein richtiges Menü trügen wir in unseren weißen Taschen mit dem leuchtenden Logo des WJT in Madrid… Schritt für Schritt gelang einem jeden der Tag. Gut, dass wir uns als Tagesmotto vorgenommen hatten: „Ganz klein – aber ganz konkret!“ Nach den vielen Tagen mit nur wenig Schlaf und mit dieser großen kräfteraubenden Hitze war die Haut in manchen Augenblicken doch dünner geworden. Da half es, kleine und konkrete Schritte
füreinander zu tun. Wir oft reichte einer dem anderen die Flasche des kostbaren Wassers. Wie oft fragte jemand: Soll ich deine Flasche auch mitnehmen und sie wieder auffüllen? – Und ich wusste: Diese Frage bedeutete, lange Zeit in einer Schlange zu stehen und aus z.T. nur rinnsalartig tropfenden Wasserkränen Wasser zu ergattern.
Von der Bühne aus wurde ein „internationaler Rosenkranz“ gebetet – in den Anliegen, die jeder mitgebracht hatte. In verschiedensten Sprachen beteten wir, jeder persönlich und doch alle vereint. Und dann kam Papst Benedikt erneut zu den Jugendlichen. Bewegend, wie sie ihn erwarteten und ihn aufnahmen. Als es begann zu regnen, kippte das in keiner Weise die Stimmung, im Gegenteil: Immer neu erklangen Rufe, die sich Gruppen überlegt hatten und die eine „Generation Benedikt“ spüren ließ…
Fragen von Glaubenden und Nicht-Glaubenden hörten wir. Sie wurden dem Papst gestellt und er antwortete in verschiedenen Sprachen. Aus Berlin fragte eine junge Frau: Ich bin nicht getauft, aber ich bin fasziniert von der Person Jesu. Sein Leben hat mich angerührt. Wie kann ich für mich ein sinnvolles Leben finden und meine Schritte mit Jesus tun? Die Antworten interessierten uns, aber Schutz vor dem Regen suchend, ging viel davon unter. Wie schön, dass wir all das bald nochmals nachlesen können.
Und dann der Augenblick der Anbetung: „Jesus ist wirklich hier – im Brot der Eucharistie!“ höre ich eine Stimme in verschiedenen Sprachen sagen. „Knien wir nieder und beten wir persönlich zu ihm!“ Auch wenn die gesammelte Stille, die ich vom Randwick-Race-Course aus Sydney noch im Herzen hatte aufgrund der Wetterverhältnisse nicht aufkommen kann, sind es doch Augenblicke, die mir tief zu Herzen gehen. ER, mitten unter uns. ER, der Herr, der gute Vater für ein jedes Leben von uns. In diesem Augenblick hatte ich das Gespräch mit einer jungen Frau aus unserer Gruppe im Herzen, die mir nachmittags auf unseren Isomatten sitzend noch ganz viel von sich erzählt hatte. „Zu wem sollte ich gehen, wenn nicht zu Jesus? Weißt du, Meinolf – hatte sie mir gesagt: Immer wenn mit jemand sagt, dass er nicht an Jesus glaubt und mit ihm lebt, dann frage ich ihn: Wem erzählst du denn all deine Sorgen und Nöte und auch all deine Freuden? – Ich brauche doch jemanden, dem ic
h das alles sagen kann. Es ist so gut, dass Jesus immer bei uns ist. Ich bin nicht allein!“ Dabei schaue ich erneut in die strahlenden Augen dieses Mädchens, die sich mit Jesus auf den Weg gemacht hat.
Ja, all das ist live. Es ist das Leben der Kirche – in bedrängter Zeit. Es ist das Leben eines jeden Jugendlichen im großen Netzwerk der Verbundenheit. Und so hatten wir heute noch manchem unsere kleine Karte mit auf den Weg geben können, um auch „Freund Jesu“, „Freund des Wortes“ zu werden: am frühen Morgen den Freiwilligen in unserem Quartier. Sie hatten geweint, als wir ihnen noch das Lied des ersten Weltjugendtages („Die Sonne neigt zur Erde sich“) gesungen hatten – auf dem Flugplatz Cuatro Vientros einem jungen Franzosen, mit dem ich ins Gespräch gekommen war – einer Gruppe junger Deutscher aus dem Großraum Stuttgart, die ganz bestürzt den Flugplatz verlassen hatten, als ein Tor zum Flugplatz mitsamt der Beleuchtung umgefallen war und sie fast unter sich begraben hätte… All diesen jungen Menschen erzählen wir von unserem Weg und laden sie ein, mit uns verbunden zu bleiben, damit es weiter „live“ bleibt, das Leben eines jeden einzelnen mit
Jesus und das Leben während eines jeden Tage mit seinem Wort.

Meinolf Wacker

Bayernlied zum Namenstag

Beim Kreuzweg gestern Abend hatte ich ein schönes Erlebnis. Ich stand mit vielen tausend anderen Pilgern vor einer Großleinwand an der "puerta de Alcalá" und wollte mich nicht auf den heißen Boden setzen. Ich bin ja schließlich auch schon ein älteres Semester. Also blieb ich stehen. Da hat mir eine junge Frau, die einen der wenigen Stühle ergattert hatte, ihren Platz angeboten. Vielen Dank dafür! Überhaupt hat mich beeindruckt, wie still und andächtig es auf dem Platz mit den tausenden Menschen war, obwohl alle dicht gedrängt saßen und kein Lüftchen ging. Später am Abend bekam ich noch ein Ständchen von Jugendlichen aus meiner Heimat Bayern, die in Lederhosen und blau-weißer Fahne durch die Stadt zogen. Das "Bayernlied" hat mich besonders gefreut, weil ich nämlich heute Namenstag habe (was die Jugendlichen aber natürlich nicht wussten…). Heute Abend werde ich dann die Vigil feiern, heute mal zur Abwechslung dort, wo die anderen Bischöfe sitzen werden. Das wird wohl sehr heiß werden in meiner Soutane…...aber ich freue mich darauf! 

 

Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, Leiter der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz

Jugendbischöfe diskutierten Lage junger Menschen in Europa

Die Lebens- und Glaubenssituation junger Menschen in Europa haben die für die Jugendpastoral zuständigen Bischöfe und nationale Jugendseelsorger aus zahlreichen europäischen Ländern bei einem Treffen am Donnerstag im Rahmen des Weltjugendtags in Madrid diskutiert. Zur Sprache kam dabei ein breites Spektrum an Themen wie die Herausforderung der Jugendarbeitslosigkeit, fehlende Bildungschancen für junge Menschen, die Notwendigkeit katechetischer Angebote, aber auch die Entwicklung der neuen Sozialen Medien.

Am Treffen auf Einladung der „Jugendbischöfe“ Dr. Bernhard Haßlberger (Deutschland) und Stephan Turnovszky (Österreich) hatten sich u. a. Vertreter aus Italien, Deutschland, Norwegen, Schweden, Slowenien, Rumänien, der Ukraine und Dänemark beteiligt. Auch der Generalsekretär des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), Duarte da Cunha, sowie Leiterin des Brüsseler „Europabüros für katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung“, Christina Gerlach, nahmen teil. Ähnliche Begegnungen hatten bereits bei den Weltjugendtagen 2005 in Köln und 2008 in Sydney stattgefunden.

Die Begegnung habe erneut gezeigt, dass es bei der Lebens- und Glaubenssituation Jugendlicher und damit auch der Jugendpastoral europaweit viele Unterschiede gibt. Aber es zeigt sich auch, dass wir in vielen Entwicklungen im selben Boot sitzen. Gerade da braucht es Austausch und Vernetzung. Ein Wille zur stärkeren, europaweiten Zusammenarbeit ist bei dem Treffen deutlich geworden.

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